Museumstag 2012 am 20. Mai

„Welt im Wandel – Museen im Wandel“

Der Internationale Museumstag verfolgt das Ziel, auf die Bedeutung und die  Vielfalt der Museen aufmerksam zu machen. Gleichzeitig ermuntert er Besucherinnen und Besucher, die in den Einrichtungen bewahrten Schätze zu erkunden. Daher ist der Eintritt in die Museen an diesem Tag in der Regel frei.

„Museums in a Changing World“ - Slogan: “New challenges – new inspiration” lautet das von ICOM im November 2010 in Shanghai (im Rahmen der Generalkonferenz) entschiedene Motto für 2012.
Unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“ feiern die Museen in Deutschland das Ereignis am 20. Mai 2012.

Diese ZeitOrte nehmen mit besonderen Angeboten teil:

Braunschweigisches Landesmuseum – Abteilung Ur- und Frühgeschichte
Kanzleistraße 3
38300 Wolfenbüttel

11:30-12:30 Führung: Alles im Topf – 8000 Jahre Keramik
15:00-16:00 Führung: Museum im Wandel – Ausstellung und Magazin

Braunschweigisches Landesmuseum – Ausstellungszentrum Hinter Aegidien mit der Abteilung Jüdisches Museum
Hinter Aegidien
38100 Braunschweig

11:30-12:30 Führung: Blickpunkt Religion – Das Judentum (Dr. Hans-Jürgen Derda)

Braunschweigisches Landesmuseum – Vieweghaus
Burgplatz 1
38100 Braunschweig

11:30-12:30 Führung: Tatort Geschichte – Welt im Wandel (Vera Wiesenthal M.A.)
15:00-16:00 Führung: Lifestyle im 18. Jahrhundert (Vera Wiesenthal M.A.)

Burg Dankwarderode
Burgplatz 4
38100 Braunschweig

11:00-12:00, 13 -14 und 15 – 16 Uhr Führung: Andenken vom Nil: Altägypten in Braunschweig Kleinkunst, Grabbeigaben (kleine Figuren, Götterstatuen) und die weltweit einzige Statue des Phillipos II. Arrhidaios, des Halbbruders von Alexander dem Großen.
11:00-12:00 Basteln für Kinder. Scarabäus (Glückskäfer) und Senet (ein alt-ägyptisches Spiel) basteln, Hieroglyphen auf Papyrus schreiben
12:00-12:30 sowie 14:00-14:30 Uhr: Familien-Führung: Andenken vom Nil: Altägypten in Braunschweig Einführung in die Ausstellung. Anschließend Scarabäus basteln und Hieroglyphen lernen.

Burg Neuhaus
OT Neuhaus
38446 Wolfsburg

13:00-17:00 Schnitzeljagd für Kinder
14:30 Museumsführung

Eisenbahnmuseum Vienenburg
Bahnhofstr. 8
38690 Vienenburg

10:00-14:00 Technik von gestern und heute, Modelleisenbahnanlage. Die Klubstation DLOVBG der Eisenbahn-Funkamateuere in BSW stellt im ältesten, noch erhaltenen Bahnhof Deutschlands (1840) das Hobby Amateurfunk vor

Heimatmuseum Müden (Aller)
Hauptstraße 46
38539 Müden (Aller)

11:00-14:00 Verkauf der berühmten Müdener Hochzeitssuppe mit Eierstich, Spargel und Mettklößchen
11:00-17:00 In einem aufgeschütteten Sandberg können Kinder mit echten kleinen Treckern und Zubehör spielen.
14:00-17:00 Verkauf des leckeren Butterkuchens, frisch aus dem holzgefeuerten Backofen.
11:00-17:00 Trecker-Oldie-Show. Es werden auch andere historische Fahrzeuge vorgestellt

Herzog Anton Ulrich-Museum – Kunstmuseum des Landes Niedersachsen
Museumstraße 1
38100 Braunschweig

Die Aktionen des Herzog Anton Ulrich-Museums finden Sie unter der Burg Dankwarderode statt.

Historisches Museum Schloß Gifhorn
Schloß
38518 Gifhorn

14:30-16:00 Wie kleidete sich Herzog Franz um 1500? Wie sah die Welt ca. 450 Jahre später aus? Ausgehend von diesen Fragen werden Kleider und Spielzeuge im Historischen Museum und im Museum für Wohnkultur erprobt.

Kavalierhaus Gifhorn
Steinweg 3
38518 Gifhorn

14:30-16:00 Wie kleidete sich Herzog Franz um 1500? Wie sah die Welt ca. 450 Jahre später aus? Ausgehend von diesen Fragen werden Kleider und Spielzeuge im Historischen Museum und im Museum für Wohnkultur erprobt.

Kreismuseum Peine – Museum für Alltagskultur
Stederdorfer Straße 17
31224 Peine

15:00 Finissage der Ausstellung Jürgen Born, Jazz Colours: Gespräch über Kunst, Jürgen Born und Dr. Ulrika Evers bei Musik und Kaffee

Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt
Collegienplatz 1
38325 Helmstedt

10:00-15:00 Gemeinsame Veranstaltung mit dem Börde-Museum Burg Ummendorf:”Sportliche Radtour zu archäologischen Denkmälern zwischen Helmstedt und Ummendorf

Kunstmuseum Wolfsburg
Porschestr. 53

38440 Wolfsburg
11:00 Projekteröffnung KlangKunst im Japangarten

Landtechnik-Museum Braunschweig – Gut Steinhof
Celler Heerstraße 336
38112 Braunschweig-Watenbüttel

10:00-16:00 Tag der offenen Tür

Museum für Photographie e.V.
Helmstedter Straße 1
38102 Braunschweig

12:00 sowie 14 und 16 Uhr: Führung durch die aktuelle Ausstellung “Raphael Dallaporta”.

Museum Mechanischer Musikinstrumente
Vor dem Kaiserdom 3 – 5
38154 Königslutter am Elm

11:30-12:30 und 15:00 – 16:00 Uhr: Familienführung mit Vorführung derr Instumente des Museums.

Portal zur Geschichte
Brunshausen 7
37581 Bad Gandersheim

12:00-13:00 sowie 14-15 und 16-17 Uhr: Führung über den Klosterhügel und durch die Ausstellung in der Klosterkirche.

Schloss Wolfenbüttel – Museum
Schloßplatz 13
38304 Wolfenbüttel

10:00-17:00 Das Museum ist nur im Rahmen einer Führung zugänglich, siehe Programm:
10:00 und 12:00 Uhr: Preußen /Braunschweig eine folgenreiche Beziehung. Führung
11:00 und 14:00 Uhr: Führung durch die Schlossräume.
11:00-12:00 Schloss Salzdahlum und die Hochzeit “Friedrichs des Großen” mit der Wolfenbüttler Herzogin Elisabeth Christine am 14.06.1733. Vortrag: Dr. Hans Henning Grote.
11:00-16:00 Der König und die Kartoffel. Mitmachaktionen für Kinder rund um die Kartoffel
15:00 und 16:00 Uhr: Preußen / Braunschweig eine folgenreiche Beziehung. Führung

Staatliches Naturhistorisches Museum
Pockelsstraße 10
38106 Braunschweig

11:00-12:00 Führung durch das Schauaquarium (Familien mit Kindern ab 7 und Einzelbesucher)
12:00-13:00 Saurier des Nordens – die Ichthyosaurier aus Braunschweig (Führung)
13:00-14:00 Schnupper-Experimentieren (Familien mit Kindern ab 5)
13:00-14:00Saurier des Südens – Die Dinosaurier aus Afrika (Führung)
15:00-16:00 Sprichst du “Hund”? (Workshop für Familien mit Kindern ab 5)

Stadtmuseum Schloss Wolfsburg
Schloss Wolfsburg / Remise
38448 Wolfsburg

11:00 – 19 :00 Uhr
15 Uhr Führung/Ausstellungsrundgang “Wohin führen diese Türen? Einblicke aus Wolfsburg” zur Finissage. In einer anschließenden Talkrunde dreht sich alles um Türen: in der Architektur, im Türenbau, in der Stadt- und Kulturgeschichte. Vorstellung der fotografischen und figürlichen Ergebnisse eines Schülerworkshops “na-TÜR-lich”.

Städtische Galerie Wolfsburg
Schloß Wolfsburg Schloßstraße
38448 Wolfsburg

12:00-17:00 “Gut zum Druck” Workshop in der Druckwerkstatt
14:00-17:00 “Offenes Atelier” in der Bürgerwerkstatt für alle Altersgruppen

Städtisches Museum Braunschweig – Altstadtrathaus
Altstadtmarkt 7
38100 Braunschweig

10:00-17:00 “Entdecker-Rallye zur Braunschweiger Stadtgeschichte” für Kinder von 6 – 12 Jahren
10:00-17:00 “Experimentierstation Wassergeschichten” für Kinder von 6 – 12 Jahren.
11:00-12:30 und 14:00 – 15:30 Uhr: Vortrag mit Führung “Altstadtrathaus – Stätte bürgerlicher Selbstbehauptung”
12:00-13:30 und 15:00 – 16:30 Uhr: Vortrag mit Führung “Das Figurenprogramm auf der Galerie des Altstadtrathauses”

Städtisches Museum Schloß Salder
Museumstraße 34
38229 Salzgitter-Salder

11:00 Vorstellung des Projektes “Wir sind Museum” – Salzgitter Bürger präsentieren ihr persönliches Objekt
11:30-12:30 und 14:30 – 15:30 Uhr: Öffentliche Führung in der neuen Dauerausstellung “Die neue Stadt”

Weltkulturerbe Rammelsberg – Museum und Besucherbergwerk
Bergtal 19
38640 Goslar

11:00-18:00 Vorstellung aktuelle Projekte: Schrägförderanlage und “Rollimobil”
11:00-18:00 “Museums in a changing world. New challenges – new inspiration” Bildende Künstler der Künstlerinitative Goslar e.V. zeigen ihre Sicht auf die Schöpfung
11:00 und 14.00 Uhr: Familienführung, Spannung und Unterhaltung für Kinder (ab 4 Jahre) und Erwachsene in der Ausstellung und im Roeder-Stollen

Zonengrenz-Museum Helmstedt
Südertor 6
38350 Helmstedt

16:00 Fotoausstellung der “Helmstedter Fotografen”. “Auf den Spuren der Romantik” Kirchen, alte Klöster und Stifte entlang der einstigen Grenze in Ostfalen

 

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Hinter den Kulissen Sonderausstellung vom 12. Mai bis 29. Juli in der Klosterkirche Brunshausen

Verborgene Stiftsgeschichte(n)

“Hinter den Kulissen” zeigt die Objekte hinter der Dauerausstellung. Ihre Geschichte und Geschichten geben einen interessanten Einblick in die zufällige Überlieferung von Kirchenschätzen und in den Umgang mit diesen Stücken im Laufe der Jahrhunderte.


Zum Ansehen und Downloaden des Flyers mit weiteren Informationen hier klicken:
Ausstellungsflyer (3)

Aus der über 1000jährigen Geschichte der Stiftskirche Sankt Anastasius und Sankt Innozenz haben sich aus allen Jahrhunderten verschiedenste Objekte erhalten. Sie zierten einst das Innere der Kirche, wurden im Gottesdienst genutzt oder für den Kirchenraum gestiftet.

Das Portal zur Geschichte präsentiert in seinen beiden Dauerausstellungen in der Stiftskirche Bad Gandersheim und in der ehemaligen Klosterkirche Brunshausen bereits einen beachtlichen Teil dieses Bestandes.

Den Objekten, die in diese Ausstellungsbereiche bislang nicht eingebunden werden konnten, ist die diesjährige Sonderausstellung gewidmet. Die Exponate zeugen von der Bestattungskultur in Gandersheim, von einstiger barocker Pracht des Kirchenraumes und von dem Umgang mit der großen Geschichte des ehemaligen Reichsstiftes zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

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Performativer Vortrag und Diskussion mit Prof. Mischa Kuball: “Geist und Gehirn 2012 – Die Evolution des Raumes”

Städtische Galerie Wolfsburg im Schloss Wolfsburg am 16. Mai
ab 19 Uhr

Performativer Vortrag und Diskussion mit Mischa Kuball im Rahmen der Reihe “Geist und Gehirn 2012 – Die Evolution des Raumes

 

RAUMLABOR

19.00 Uhr Begrüßung und Einführung:
Brigitte DIGEL,
Städtische Galerie Wolfsburg

19.15 Uhr
public lab – Interventionen im öffentlichen Raum
Performativer
Vortrag und Diskussion
Prof. Mischa KUBALL, Künstler und Professor für
Medienkunst an der Kunsthochschule
für Medien Köln

20.00 Uhr Pause

20.30 Uhr
Orientierung und Navigation im Raum
– eine neuropsychologische Perspektive
Vortrag und Diskussion
Prof. Dr. Irene DAUM, Professorin für
Neuropsychologie, Ruhr-Universität Bochum

Ab 21.00 Uhr Diskussionsmöglichkeit und Ausklang

Die Städtische Galerie Wolfsburg ist ZeitOrt in der Epoche Gegenwart & Zukunft. Alle Infos zu Ausstellungen und Aktionen hier

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“Heinrich Hoffmann von Fallersleben und seine Zeit” Gewölbekeller Fallersleber Schlosses

Ein Highlight am Museumstag, Sonntag, 20. Mai,  bildet um 16 Uhr (Einlass ab 15:30 Uhr) das Programm “Heinrich Hoffmann von Fallersleben und seine Zeit” im Gewölbekeller des Fallersleber Schlosses.

Die Theatergruppe des Denkmal- und Kulturvereins Fallersleben widmet sich im Wechsel von Szenenspiel und Gedichtvortrag dem Leben und dichterischen Werk Hoffmanns sowie den gesellschaftlichen Umständen im 19. Jahrhundert. Inszeniert wird beispielsweise Hoffmanns Aufenthalt 1841 auf Helgoland, wo er den Text für sein “Lied der Deutschen” verfasste. Die Vereinsvorsitzende und Autorin des Programms Bärbel Weist stützte sich beim Schreiben auf Archivdokumente, alte Schriftstücke, Briefe und vielfältige Literaturrecherchen. Die Mitglieder der Kostümgruppe dieses engagierten Kulturvereins nähten überwiegend per Hand die Kostüme, die der Kleidung der Zeit Hoffmanns nachempfunden sind.

Das Hoffmann-von-Fallersleben-Museum im Fallersleber Schloss wird zur Zeit umgebaut und ist Zeitort in der Epoche Industrialisierung & Moderne sowie der Epoche Gegenwart & Zukunft

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Bach Collegium Japan gastiert zum deutschen Tourneeauftakt im Kaiserdom zu Königslutter

Bach Collegium Japan © Marco Borggreve

15. Mai 2012, 20:00 Uhr Kaiserdom Königslutter; Adresse: Vor dem Kaiserdom

„Bachs Magnificat“

Am Dienstag, 15. Mai 2012, 20:00 Uhr spielt innerhalb SOLI DEO GLORIA – Braunschweig Festival das Bach Collegium Japan im Kaiserdom zu Königslutter, Vor dem Kaiserdom das Magnificat BWV 243 und die Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 von Johann Sebastian Bach. Ihre drei Konzerte umfassende Deutschland-Tournee, Königslutter – Baden-Baden – Leipzig, startet das Bach Collegium Japan exklusiv bei Soli Deo Gloria – Braunschweig Festival.
Das Bach Collegium Japan wurde 1990 von Masaaki Suzuki gegründet, der er sich zum Ziel gesetzt hatte, den japanischen Hörern die historische Aufführungspraxis barocker Werke näherzubringen.
Das Bach Collegium Japan umfasst sowohl Chor als auch Orchester und spielt unter anderem eine jährliche Konzertreihe mit Bach-Kantaten sowie rein instrumentale Programme. Das Bach Collegium Japan und Masaaki Suzuki erreichen mit Auftritten unter anderem in Berlin, Hong Kong, London, Los Angeles, Melbourne, New York and Seoul sowie bei großen Festivals wie den BBC Proms, Musikfest Bremen und Edinburgh International Festival ein weltweites Publikum. In dieser Saison steht eine weitere große Europatournee an, die das Bach Collegium u. a. nach Königslutter, Amsterdam, Brüssels, Madrid und Paris führt und seinen Höhepunkt in einer Aufführung der Matthäuspassion in Leipzig findet.
Masaaki Suzuki hat sich seit der Gründung des Bach Collegium Japan im Jahr 1990 zu einer der weltweit anerkannten Bach-Experten entwickelt. Zahlreiche Auftritte in aller Welt mit seinem Ensemble zeugen vom exzellenten Ruf seiner feinnervigen und werktreuen Interpretationen.
Neben seiner Arbeit mit renommierten Orchestern im Bereich der Alten Musik wie dem Collegium Vocale Gent und dem Philharmonia Baroque Orchestra leitet er auch regelmäßig Ensembles mit modernen Instrumenten und bringt dabei Repertoire von Britten, Haydn, Mahler, Mendelssohn, Mozart und Strawinsky zur Aufführung.

In der romanischen Stiftskirche zu Königslutter, heutzutage allgemein als Kaiserdom bekannt, kommt das Magnificat BWV 243 zur Aufführung. Johann Sebastian Bach komponierte es in seinem ersten Amtsjahr in Leipzig, Ende Mai 1723.

Das Magnificat beginnt und endet in D-Dur; es zeigt sich in festlichem Glanz, drei Trompeten, Pauken, zwei Flöten, zwei Oboen, Streicher und Continuo werden aufgeboten. Nach einer längeren instrumentalen Einleitung erklingt das Magnificat anima mea Dominum, dessen Bekenntnis durch den punktierten Rhythmus und die Wiederholungen eindringlich unterstrichen wird. Bachs Komposition zeichnet sich durch ihre Vielgestaltigkeit in ihrer Gänze wie auch in den einzelnen Sätzen aus. Die Chöre sind abweichend von der in den Kantaten üblichen Vierstimmigkeit fünfstimmig komponiert, jede der Vokalstimmen erhält ein Solo; weitere Formen sind ein Duett, ein Trio, und das Sicut locutus gibt sich als fünfstimmiges Fugato im a-capella-Satz mit Continuo. Auch die Instrumentalstimmen werden solistisch bedacht, eine konzertierende Oboe in der Sopran-Arie Quia respexit, ein Blockflöten-Duett in der Alt-Arie Esurientes und Trompete, Violinen und Viola unisono sowie Continuo in dem Trio für 2 Soprane und Alt Suscepit Israel. Die Bass-Arie Quia fecit mihi magna begnügt sich mit einer Begleitung durch das Continuo. Ausdeutende charakterisierende Motive unterstreichen die Aussage und das Anliegen des Textes, wie überhaupt in Bachs Vokalmusik die musikalische Textausdeutung beabsichtigt und beachtenswert ist. Das abschließende Gloria in D-Dur betont durch den fünfstimmigen Chor und das umfangreiche Instrumentarium noch einmal die Intention und die Zielrichtung des Werkes.
Die Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21 wurde zum 3. Sonntag nach Trinitatis am 17. Juni 1714 in ihrer Erstfassung in Weimar aufgeführt. Die zweiteilige Kantate nimmt allein schon wegen ihres ungewöhnlichen Umfanges eine gewisse Sonderstellung in Bachs Kantatenschaffen ein. Sie ist groß besetzt: 3 Solisten (Sopran, Tenor Bass), vierstimmiger Chor, Trompeten, Posaunen, Pauken, Oboe, Fagott, Violinen, Viola und Basso continuo. Die Kantate beginnt mit einer Sinfonia, einem Wechselspiel von Oboe und Violine. Während der erste Teil durch Seufzermotive und den in Sekundschritten dahinfließenden Tränenstrom als Ausdruck des Leides und der Trauer der betrübten Seelen charakterisiert ist, wandelt sich im Zweiten die Haltung in freudige Hoffnung, dass Schmerzen und Kummer weichen, um zum Schluss das Lob und die Ehre Gottes zu singen.

Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki (Leitung)
Rachel Nicholls (Sopran)
Hana Blazikova (Sopran)
Robin Blaze (Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Peter Kooij (Bass)

BACH Cantata BWV 21 „Ich hatte viel Bekümmernis“
BACH Magnificat BWV 243

Karten für Soli Deo Gloria-Konzerte 2012 können unter Konzertkasse +49 (0)531  1 66 06 oder Festival-Kartenservice +49 (0)1805  54 48 88 (14 Cent/Min. aus Festnetz T-Com, Mobilfunkhöchstpreis 42 Cent/Min.) und unter www.solideogloria.de und karten@solideogloria.de gebucht werden. Karten gibt es auch direkt an den Abendkassen, die eine Stunde vor Konzertbeginn öffnen.

Solie Deo Gloria Braunschweig Festival ist ZeitOrt in der Epoche Barock & Aufklärung
Der Kaiserdom Königslutter ist ZeitOrt in der Epoche Mittelalter & Renaissance

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