19.9: Vortrag und Gespräch in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Zwischen Feierkonkurrenz und Hauptstadtwahn – Die 750-Jahr-Feiern in Ost- und West-Berlin 1987

 

Das Jahr 1987 war reich an Höhepunkten: Erich Honecker besuchte die Bundesrepublik, Ronald Reagan forderte die Öffnung des Brandenburger Tors und Berlin feierte sein 750. Stadtjubiläum. Letzteres wurde gleich doppelt begangen: sowohl im Ost- als auch im Westteil der Stadt. Trotz zahlreicher Versuche, Gemeinsamkeiten zu entwickeln, zeigte die Feierkonkurrenz in aller Deutlichkeit die harsche Trennung zwischen den beiden Hälften der Metropole. Während West-Berlin ein klassisches Stadtfest veranstaltete, geriet das ostdeutsche Pendant zu einem Staatsfest, das Auswirkungen auf die gesamte DDR hatte.

Angesichts verfallender Innenstädte und stetiger Versorgungsengpässe erschien die herausgeputzte Hauptstadt vielen Ostdeutschen als inszenierter Größenwahn. Der Unmut über die politischen Verhältnisse wuchs – nur zwei Jahre später begann die Revolution. Vortrag und Gespräch beleuchten Hintergründe und Folgen der spannungsreichen Ereignisse – im Hinblick auf die innerdeutschen Beziehungen und die innenpolitische Situation in der DDR.

 

Programm:

 

  • Begrüßung: Dr. Susan Baumgartl, Leiterin Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
  • Vortrag: Dr. Jens Schöne, Historiker und Publizist
  • Gespräch: Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin a. D. und Dr.-Ing. Willi Polte, Alt-Oberbürgermeister von Magdeburg 1990-2001
  • Moderation: Dr. Jens Schöne
  • Empfang

 

Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
An der BAB 2
39365 Marienborn

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.grenzdenkmaeler.de

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