ab 1.04.: Ausstellung „Neue Seiten – Zugänge zur Künstlerbuchsammlung“ in der HAB

„Neue Seiten“ ab April 2017 – Malerbuchausstellung zu Neuerwerbungen in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

„Neue Seiten – Zugänge zur Künstlerbuchsammlung“ lautet der Titel der neuen Ausstellung, die ab Freitag, 1. April 2016 im Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta zu sehen ist. Die Ausstellung präsentiert mit einer Auswahl von Neuerwerbungen aus den letzten zwei Jahren die Eigenständigkeit und auch Eigenwilligkeit einer künstlerischen Ausdrucksform abseits des Kunstmarktes.

Immer wieder ergeben sich überraschende Rückkopplungen mit den historischen Beständen der Bibliothek, wenn Ronald Lippok beispielsweise Deutsche Poëtische Gedichte der Barockdichterin Sibylla Schwarz aufgreift oder James Walsh die Form des Herbariums für seine Expedition in die New Yorker Flora wählt (The Arctic Plants of New York City). Texte von Gotthold Ephraim Lessing oder der amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein, aber auch von zeitgenössischen Autoren wie Wolfgang Hilbig und Annett Gröschner werden zum Ausgangspunkt neuer Arbeiten. Einige Künstler wie Ken Campbell oder Gerhild Ebel bringen ihre eigenen Texte zu Papier oder auf großformatige Leinwandseiten. Mit ihrer Arbeit Liegend / im Fall (Text Uwe Warnke) transformiert die koreanische Künstlerin Hyewon Jang die klassische Buchform in ein kunstvoll aus Papier gefaltetes Wort-Band. Die Ausstellung wurde kuratiert von Marie von Lüneburg, Katharina Mähler und Sarah Melzian.

Die Herzog August Bibliothek will bei der Fortführung der Künstlerbuchsammlung, die in den 1950er Jahren mit zeitgenössischen Werken großer französischer Maler, den livres de peintre, begründet wurde, aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen. Bis heute haben sich Künstler immer wieder aufs Neue dem Künstlerbuch genähert und sowohl auf traditionelle als auch experimentelle Weise die Grenzen des Mediums ausgelotet: vom makellos ausgeführten, mit originaler Druckgraphik versehenen Pressendruck bis hin zur durchkomponierten Text-Bild-Synthese in Kleinstauflagen oder gar als Unikat. Die gewohnte Buchgestalt, die den gebundenen Inhalt beim Blättern seitenweise erschließt, wird mit ungewöhnlichen Materialien oder ausklappbaren Elementen neu erfahrbar; vielteilige Buch-Installationen erweitern den Raum der Möglichkeiten.

Die Ausstellung wurde verlängert und ist noch bis zum 17. September 2017 im Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Eintritt: 5,-/2,-/1,- Euro

Weitere Informationen finden Sie unter www.hab.de

Die Herzog August Bibliothek ist Partner im Netzwerk der ZeitOrte.