Auf Botschafter-Tour: Entdeckungen in der Südheide Gifhorn

„Unsere Region hat viel zu bieten!“ – ein sehr beliebter Satz in der touristischen Werbung. Das Team der Südheide Gifhorn GmbH hat hierzu den Beweis angetreten und mich Anfang September zu einer Botschafter-Tour eingeladen.

Als Touristiker und Leistungsanbieter gekommen, als Botschafter für die Südheide gegangen.
Foto: ZeitOrte/Ahrens

An einem – wie in diesem Sommer üblich – sehr sonnigen morgen mache ich mich auf zum Mühlenmuseum in Gifhorn. Dort treffe ich auf viele bekannte Gesichter: Die Kolleginnen und Kollegen aus der Tourist-Information Gifhorn, Gastronomen und Hoteliers aus der Südheide und Partner aus dem Netzwerk der ZeitOrte. Wir alle werden heute auf Tour gehen, um unseren Gästen Tipps zu Erlebnissen geben zu können. Ein Reisebus wartet auf uns – auch ein „Care Paket“ erhalten – es ist ein bisschen, wie auf Klassenfahrt gehen.

NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde

Unsere erste Station ist das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde. Das Zetnrum existiert bereits seit 1980 und war bis 1992 eine reine Vogelpflegestation. Das hier auch heute noch der Schwerpunkt liegt, lässt sich an dem großen Storchennest auf dem Schornstein erkennen – dieser ist schon von weitem ein Blickfang.

Joachim Neumann und Beate Anders vom NABU erklären uns, dass das Artenschutzzentrum Hilfe für Tiere bietet, die durch Menschen geschädgit wurden. Rund 2.500 Teire werden vom Team jedes Jahr gepflegt und gehegt. nehemn uns mit auf eine Besichtigung des Geländes. Auf unserer Erkundungstour über das Gelände entdecken wir als erstes Schildkröten – sehr viele Landschildkröten. Die Exoten landen mittlerweile allzu oft in der Auffangstation, meist sind es vom Zoll beschlagnahmte Tiere.
Alle Tiere, die im Zentrum landen, sollen später wieder ausgewwildert oder vermittelt werden – eine nicht immer ganz leichte Aufgabe, wie das Team zu berichten weiß. Bei unserem Rundgang begenet mir immer wieder ein Uhu – ich nenne ihn den Hinweis-Uhu: Er ist sowhol Wegweiser als auch Wissensvermittler. Eine schöne Idee, nicht nur für die kleinen Gäste.

Man sieht eine Hinweistafel aus Holz, die die Form eines Uhus hat.

Der Hinweis-Uhu ist im ganzen Artenschutzzentrum zu finden und hält Erläuterungen bereit. Foto: ZeitOrte/Ahrens

 

Über uns kreisen immer wieder Störche – ein sehr würdevoller und auch beruhigender Anblick, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Besonderer Tipp: Neben dem Artenschutz bietet das Zentrum Umweltbildung, seit mehr als 20 Jahren gibt es einen Kinder-Club – auch für Kindergeburtstage gibt es besondere Programme. Jährliches Highlight ist das Storchenfest. Spätestens zum nächsten Storchenfest (immer Ende April) plane ich meinen nächsten Besuch.

Begeisterte Gruppe vor dem Gehege – illustre Gruppe im Gehege: Besuch bei den Jungstörchen. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Storcvhennest mit Storch auf dem Gelände des NABU in Leiferde

Wer findet den Storch? Eines der Nester auf dem Gelände beim NABU in Leiferde. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde ist Partner im Netzwerk der ZeitOrte und eine Besucherattraktion in der Epoche Gegenwart & Zukunft.

Tankumsee in Isenbüttel

Von Leiferde geht es mit dem Bus weiter in Richtung Isenbüttel. Hier schauen wir uns das Gelände der „Erlebniswelt Tankumsee“ an.  Rund um den Tankumsee gibt es viele attraktive Sportangebote, interessante Events und natürlich Ruhe und Erholung auf den Liegewiesen oder am Sandstrand. Burkhard Roozinski, Geschäftsführer der Tankumsee GmbH, empfängt unsere Gruppe. Die Angebote rund um den See entwickeln sich immer weiter, seit einigen Jahren gibt es z. B. am Nordufer einen fest installierten Disc-Golf-Parcours.

Insider-Tipp: Unsere Region ist Deutschlands größte Disc-Golf-Region mit insgesamt 13 fest installierten Parcours!

Welche Aktivitäten man sonst ausprobieren kann, wird schon auf der Hinweistafel am Parkplatz deutlich: Segeln, Angeln, Tauchen, Schwimmen, Squash und Tennis, Beach-Soccer und -Volleyball, Gastronomie an jedem Ufer, Hotel und Campingplatz –  alles, was ein Naherholungsgebiet braucht.

Viel zu erleben am Tankumsee. Foto: ZeitOrte/Ahrens

 

Besonders gespannt sind wir aber auf die roten Holzhäuser auf den Pfählen, die wir von weitem erspäht haben. Wir schlendern also die Seepromenade entlang, um einen Blick von Nahmen zu erhaschen. Die vier Holzhütten können angemietet werden. Von hier hat hat man einen direkten Blick auf den See – ein ganz besonderes Übernachtungsangebot. Die Hütten stehen übrigens auf Bohlen – so ist man perfekt geschützt, sollte es zu einer Sturmflug und Überschwemmung kommen 🙂

Team Regionalmarketing udn Team ZeitOrte bei der Botschafter-Tour. Im Hintergrund die neuen Hütten am Ufer des Tankumsees.

 

Hinter den Kulissen heißt manchmal auch, unter das Haus zu schauen. Foto: ZeitOrte/Ahrens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir erfahren außerdem, dass der Tankumsee nicht nur Naherholungsgebiet ist, sondern auch das ganze Jahr über mit speziellen Events und Veranstaltungen Besucher aus der ganzen Region anziehen. Highlights in diesem Jahr waren das Street-Food-Festival, der „Tankumsee in Flammen“ oder das „Mittelaltersprektakel“. Ich bin gespannt, was sich das Team für die Saison 2019 alles einfallen lässt.
In der „Oase am Tankumsee“ (Bistro & Minigolf) bekommen wir ein deftiges Mittagessen und lassen nochmal einen Blick über den See schweifen, bevor es weiter zu unserer letzten Station des Tages geht. Von Isenbüttel fahren wir über Ausbüttel und durch Ribbesbüttel direkt nach Vollbüttel. Mit schießt die Frage durch den Kopf, wie viele „-büttel“ es in der Südheide Gifhorn wohl geben mag.

 

Idylle: Blick über den Tankumsee an einem ruhigen Spätvormittag. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Kinomuseum in Vollbüttel

Das Kinomuseum existiert seit 1997 und wird vom Verein der Freunde und Förderer des Museums für Kinematographie e.V. getragen und betrieben. Es beschäftigt sich mit der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Kinos und zeigt in erster Linie all das, was der Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt. Zum Beispiel, weshalb in früheren Zeiten Kinos – oder besser Lichtspielhäuser – so gefährdet waren, abzubrennen.

Aus alten Zeiten: Dieser Kinosaal ist ebenfalls im Museum untergebracht. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Peter Schade-Didschies und Wolfgang Graewert führen uns durch die Ausstellung. Die beiden wissen zu jeder Gerätschaft, jeder Kamera und jedem Vorführapparat eine Geschichte zu erzählen.

Aktuelle Sonderausstellung: Achtung Aufnahme !

Im Mittelpunkt der Ausstellung befinden sich professionelle Filmkameras aller Grössen und vieler Fabrikate. Unter anderm ist auch die Kamera des verstorbenen Winkeler Mechanikers Wilhelm Müller zu sehen. Besonders um diese Kamera ranken sich „Geheimnisse“, die für uns gelüftet werden – allerdings verrate ich sie hier nicht. Ich empfehle einen Besuch!

Eindrucksvoll zu sehen ist der technische Fortschritt: Was heutzutage jeder auf seinem Smartphone an Videos und Filmen handlich mit sich herumtragen kann, war vor gar nicht allzu langer Zeit mit einem erheblichen Aufwand verbunden: In der Produktion und auch in Hinblick auf die Verbreitung. Das Tolle ist, dass ich wieder Lust bekomme, ins Kino zu gehen und auf der großen Leinwand Filme zu schauen – das Flair ist einfach zu Hause und auf dem Smartphone nicht zu bekommen.

Kameras, Vorführapparate und Technik: Zu jedem Exponat weiß das Team des Museums eine Geschichte zu erzählen. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Am Ende der Führung – nachdem wir einen kleinen, surrealen Film geschaut hatten – folgt noch die Demonstration, wie leicht entflammbar Zelluloid ist. Auf dem Foto konnte ich gerade noch die Stichflamme einfangen. Bedenkt man, das sich pro Filmrolle mehrere hundert Meter oder gar Kilometer dieses Material befinden wird deutlich, dass der Brand- und Feuerschutz in den Lichtspielhäusern bereits früher eine erhebliche Rolle gespielt hat.

Zwei Herren verbrennen ein Stück einer Filmrolle. Man sieht eine große Flamme.

Wie brennbar die Filmrollen früher waren, wurde eindrucksvoll präsentiert. Foto: ZeitOrte/Ahrens

Kaffee und Kuchen

Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen – selbstgebacken. Mich fasziniert die Juke-Box, die direkt neben meinem Tisch im Café-Bereich steht. Ich habe leider keinen Groschen dabei – aber das Team vom Museum ist auch dafür vorbereitet und wir genießne den Pflaumenkuchen bei Klängen aus den 1950er und 60er Jahren.

Der Blick hinter die Kulissen der Technik von Kino und Fernsehen ist absolut beeindruckend. Ich erfahre noch von Herrn Schade-Didschies, das gerade einmal 20% der Sammlung im Museum gezeigt werden. Das bietet natürlcih viel Potenzial für immer neue Sonderausstellungen.
Das Museum ist von März bis Oktober immer sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Für Gruppen öffnet das Museum auch außerhalb der Öffnungszeiten – und auf Wunsch gibt es auch da den leckeren Kuchen. Vielen Dank nochmals an das Team des Museums dafür!
Besonderer Tipp: Einmal jährlich (Ende August) gibt es das traditionelle Freiluftkino. Hier werden Klassiker der Filmgeschichte gezeigt –  umsonst und draußen.

Das Kinomuseum in Vollbüttel ist Partner im Netzwerk der ZeitOrte und eine Besucherattraktion in der Epoche Gegenwart & Zukunft.

 

Die Botschafter-Tour findet jährlich statt und war bereits die dritte von der Südheide Gifhorn GmbH für Partner organisierte Info-Reise. Vielen Dank, dass wir an diesem Tag dabei sein durften und viel Neues an bekannten Orten entdecken konnten. Nach diesem Tag fühle ich mich gut gerüstet, Botschafter für die besuchten Attraktionen sein zu können und kann voller Überzeugung sagen: „Die Südheide hat viel zu bieten!“

Informationen zu Ausflugszielen in der Südheide, Führungen und Reiseangebote bietet die Tourist-Information in Gifhorn (Tel.: 05371 937880). Gebündelte Informationen gibt es auf www.suedheide-gifhorn.de

 

 

 

 

 

 

Zur Auflösung der „Büttel-Frage“: Auf der Kreiskarte des Landkreises Gifhorn haben wir 25 „-büttel“ gefunden 🙂

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