Gratulation! Oberharzer Wasserwirtschaft ist UNESCO-Welterbe

Das → UNESCO-Welterbekomitee hat die Oberharzer Wasserwirtschaft in die Liste des Kultur- und Naturerbes aufgenommen. Damit wird die Welterbestätte „Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar“ erweitert. Das Komitee würdigte die Oberharzer Wasserwirtschaft als eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme.

Zisterziensermönche des Klosters Walkenried hatten im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert, Bergleute bauten sie über die Jahrhunderte aus.
Die Oberharzer Wasserwirtschaft besteht heute aus 107 historischen Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe. Ein Teil der weitläufigen Anlage wird heute als Kulturdenkmal in Funktion erhalten. Zur Welterbestätte gehören neben dem gotischen Zisterzienserkloster Walkenried auch die Grube Samson aus dem 16. Jahrhundert und drei kleine Schachtanlagen aus dem 19. Jahrhundert. Seit 1978 stehen alle Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft unter Denkmalschutz.

Das ZisterzienserMuseum im Kloster Walkenried ist ein ZeitOrt in der Epoche Mittelalter. Die Besucher begeben sich auf eine faszinierende Zeitreise durch die vollständig erhaltenen Klausurgebäude aus dem 13. Jahrhundert, in denen durch akustische und visuelle Inszenierungen das Mittelalter wieder lebendig wird.

Sie lernen nicht nur Leben und Wirken der Zisterzienser als tiefgläubige Kirchenmänner, sondern diese zugleich als clevere Geschäftsleute kennen, als Betreiber eines wirtschaftlich überaus erfolgreichen Unternehmens: des „Weißen Konzerns“. Die vielfältigen, ungewöhnlich und überraschend in der Ausstellung hergestellten Parallelen zu heutigen Großkonzernen verblüffen.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr; 24. Dezember sowie montags außer feiertags geschlossen.
Kontakt:
ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Steinweg 4a
37445 Walkenried
Telefon 05525 – 959 90 64

Quellen: www.unesco.de; www.kloster-walkenried.de
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