Herbstkonzert – Rettung vom Schloss Blankenburg

Herbstkonzert – Der Verein Rettung Schloß Blankenburg e. V. und das Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte an der TU Braunschweig laden herzlich zu einem Konzert zugunsten von Schloss Blankenburg ein.

Termin: 20. 09.2014, ab 18.00 Uhr

Um 18.15 Uhr wird der Präsident des Vereins Rettung Schloß Blankenburg e.V., Prof. Dr.h.c. Gerd Biegel, einen einleitenden Vortrag zu dem Konzertabend halten zum Thema: »Geschichte des Schloßes Blankenburg und der Jagd im 19. Jahrhundert«

Kosten: 10,00 €

Veranstaltungsort: Schloss Blankenburg

Das Schloss Blankenburg ist ein ZeitOrt der Epoche Barock und Aufklärung- nähere Informationen finden Sie hier!

Parforcehorn Bläserkreis Nordheide

Der „Alte Fritz“ nannte sein Potsdamer Schloss „Sans Soucis“ („ohneSorgen“). Graf Anton Sporck (1662-1738) bezeichnete sein berühmtes Jagdschloss in Böhmen „Bon Repos“ („gute Ruhe“). Beide hatten eine starke Hinwendung zu Frankreich und den jeweiligen königlich-höfischen Gewohnheiten. So brachte Graf Sporck sowohl die Parforcejagd als auch die französischen Hörner mit nach Böhmen. Zwei seiner Bediensteten, die am Hof von Versailles das Horn zu blasen gelernt hatten, führte er als seine ersten Hornlehrer in Böhmen ein. Außerdem ordnete er die Hörner wegen ihrer vielfältigen musikalischen Möglichkeiten auch gleich dem eigenen Hausorchester zu. So entwickelte Graf Sporck die Grundlagen für die immer weiter reichende Bedeutung des Horns für die konzertante Musik.

Dieser Traditionspflege ist der Parforcehorn Bläserkreis Nordheide verbunden und widmet sich der Aufgabe, die alte Jagdmusik mit möglichst großer Annäherung an den Originalstil nachzuempfinden und aus dieser musikalischen Literatur interessierten Zuhörern Stücke zu erschließen und vorzutragen. Das Repertoire des Bläserkreises umfasst Hornliteratur von den Anfängen (Marquis de Dampierre) über klassische Kompositionen – z.B. von G.F. Händel, G.P. Telemann – bis zu böhmisch- österreichischen Komponisten (A. Wunderer, J. Schantl, etc.) und französischen Kompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts (F. Andrieu, J. Cantin, G. Chalmel, H. Joliot, P. Lauge, A. Sombrun, G. Rochard, etc.). Musiziert wird auf einem Naturhorn – dem „Leipziger Horn“ – Nachbau eines Instrumentes mit der Inschrift „Johann Heinrich Eichgentobf in Leipzig Anno 1722“, das durch Wechsel von Aufsteckbögen in den Stimmungen “D”, “Es”, oder “F” erklingt.

Die heutige Ensemble-Leiterin, Frau Ute Marx, wirkt mit dem 1972 in Buchholz/Nordheide gegründeten Bläserkreis, weit über den aktuellen Einzugsbereich  zwischen Weser – Elbe – Leine über die Grenzen der Nordheide hinaus. Zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich, Polen und Portugal haben den Zuhörern die Musik nähergebracht. Zu den Höhepunkten in der Entwicklung des Bläserkreises gehören Hubertus-Messen in St.- Nicolai zu Lüneburg mit dem Internationalen St.-Hubertusorden, in der Hauptkirche St.-Michaelis in Hamburg – dort auch in der Laeiszhalle gemeinsam mit den Baseler Jagdhornbläsern, im Kaiserdom zu Speyer, im Schweriner Dom, im Bremer Dom, Konzerte im ehemaligen Zisterzienserkloster Walkenried und Wöltingerode, in der Basilika Maria-Zell, sowie die Mitwirkung bei der musikalischen Gestaltung eines Gottesdienstes in Fatima, dem bekannten Wallfahrtsort in Portugal.

Mehrere Tonträger fassen das musikalische Anliegen des Bläserkreises zusammen. Eingespielt wurden verschiedene Fassungen der Hubertus–Messe, die Eustachius–Messe von Stiegler sowie Naturhornmusik des 18, 19 und 20. Jahrhunderts.

In Anerkennung seiner Verdienste um die Erhaltung und Verbreitung der historischen Jagd- und Naturhornmusik, erhielt der Parforcehorn Bläserkreis Nordheide 1981 den Kulturpreis des Landkreises Harburg, in dem das Ensemble beheimatet ist.

 

Nähere Informationen zum Spendenaufruf finden Sie hier!

%d Bloggern gefällt das: