Hinter den Kulissen: Sommercamp im paläon Schöningen

Das paläon – Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere ist mit seiner eindrucksvollen Dauerausstellung, der spektakulären Architektur und dem Angebot an Sonderveranstaltungen immer einen Besuch wert. Bis zum 30. Juni kann man zum Beispiel die Sonderausstellung „Die Eiszeit-Jägerin“ sehen: Eine faszinierende Ausstellung zur Säbelzahnkatze. Ein echtes Highlight für diesen Sommer ist aber das Sommercamp. Wir haben beim Aufbau hinter die Kulissen geschaut.

"Sturmfest" beim Besuch des Sommercamps am paläon

„Sturmfest“ beim Besuch des Sommercamps am paläon

Ende April – der Himmel ist blau, die Sonne kommt vor und trotzdem ist es extrem windig. Ich treffe mich mit dem Team vom paläon, um beim Aufbau des Sommercamps 2018 zuzuschauen und darf auch einer Probe-Tour durch das Camp teilnehmen.
An vielen Stellen im Camp wird noch geschraubt, geschliffen und gewerkelt. Davon lasse ich mich aber nicht stören und tuache ein in die Challenge: Bei jeder Tour geht die Gruppe auf eine Expedition, um den „Code der geheimnisvollen Steine“ zu knacken.

Ich bin ein Expeditionsteilnehmer und mache mich mit der Gruppe auf die Suche nach einem mythischen Schatz. Ein längst verstorbener Professor hat Hinweise auf uralte Schriftzeichen hinterlassen. Diese Schriftzeichen könnten das geheimnis zur Entstehung der Schriftzeichen endlich lüften – wir müssen sie nur finden. Problem: Die Schriftzeichen werden von einem Eingeborenenstamm gehütet. Auf der Expedition müssen wir Glasartefakte sammeln, um diese gegen die Schriftzeichen einzutauschen.

Zweite Herausforderung: Die wackelige Hängebrücke muss von allen Teilnehmern überquert werden.

Als erstes Hindernis wartet ein rieisges Spinnennetz auf uns – gar nicht so einfach, mit der ganzen Gruppe dort hindurch zu kommen. Aber als Team schaffen wir es. Weiter geht es über eine gefährliche Hängebrücke. Nach diesen beiden Aufgaben wird es dann noch kniffliger.

Bei einer Rast müssen wir uns gegen ein Rudel wilder Wölfe verteidigen, kurz darauf ein tiefes Moor überwinden, einen steilen Grat bezwingen und ein Felsenmeer durchklettern.

Ich bin von den Aufgaben absolut begeistert – das Camp möchte ich gerne als analog „virtual reality“ bezeichnen. Ganz viel der Geschichte, die einen roten Faden durch die Aufgaben bildet, findet im Kopf statt. An dieser Stelle hatte ich vor, die einzelnen Stationen zu beschreiben. Aber ehrlich gesagt: Das würde jedem Besucher die Spannung nehmen – deshalb habe ich unten einfach einige Fotos eingefügt, um die Fantasie ein Stück weiter anzuregen.

Mein Resümee: Die Erlebnispädagogen vom paläon haben ganze Arbeit geleistet. Die Expeditionsgeschichte ist spannend aufbereitet und regt die Fantasie der Teilnehmer an. Besonders gut gefallen mir die verschiedenen Challenges, die nur im Team zu lösen sind. Die 90 Minuten der Tour vergehen wie im Flug – uch wenn es mal wirklich windstill sein sollte 🙂
Das Sommercamp ist für die ganze Familie konzipiert und ich denke, dass jeder „Expediteur“ seinen Spaß daran haben wird. Ein toller Ausflugstipp für das Wochenende „#vor der Haustür“ und für die Schulferien.

Vielen Dank an Jana Hugler und Ihre Kolleginnen und Kollegen vom paläon für den Einblick so kurz vor der Eröffnung! Danke auch an die beiden Sommercamp-Bauer Jost Völker und Henry Farkas von der Agentur für neues Bauen, Lernen und Leben, die ich beim Werklen stören durfte und die wirklich großartige Dinge gebaut haben (mehr über die beiden auf ihrer Facebook-Seite).

Das Sommercamp ist seit 28. April geöffnet. Bis zum 14. Oktober werden an den Wochenenden – in den Schulferien sogar täglich – die Expeditionen durch das Camp angeboten. Der Eintritt (inkl. Camp und Ausstellungen) kostet für die ganze Familie nur 29 €.

Weitere Informationen gibt es auf www.zeitORTE.de

Erst zum Eingang und am Info-Counter anmelden - dann geht es über den Platz zum Sommercamp.

Erst zum Eingang und am Info-Counter anmelden – dann geht es über den Platz zum Sommercamp.

Diese gläsernen Artfakte müssen während der verschiedenen Aufgaben gesammelt werden, um den Code der geheimnisvollen Steine zu knakcen.

Am "Grat des Todes" - hier sind Körpergefühl und Vertrauen in die Gruppe gefragt.

Am „Grat des Todes“ – hier sind Körpergefühl und Vertrauen in die Gruppe gefragt.

Eine Raketenabschussbasis? Ein magischer Zeitreisetunnel? Was es mit dieser Konstruktion auf sich hat, erfahrt ihr bei einem Besuch im paläon-Sommercamp

Wer schafft es, das Steinemeer zu überwinden?