Schloss Wolfsburg am 13.10.2012: Jazzkonzert – Ein Muss für Kenner!

Das besondere Musikererlebnis im Schloss Wolfsburg.

Am 13.10.2012, 20:00 Uhr findet im Gartensaal des Schlosses ein ganz außergewöhnlicher Jazzabend statt. In Kooperation mit ACT Music präsentiert der Geschäftsbereich Kultur zwei viel versprechende Newcomer der internationalen Jazz-Szene.

Fotocollage von Adam Baldych und Gábor Bolla

 Gábor Bolla, Saxophonist aus Ungarn, gilt als Wunderkind und „Improvisator von überwältigender Eigenständigkeit“.

 Den polnischen Jazzmusiker Adam Baldych feiert die FAZ als den „größten lebenden Geigentechniker des Jazz“

Für Jazz-Freunde einen Vorgeschmack auf das für 2013 geplante Festival „JAZZ IN MOTION“. Drei Tage wird vom 14. bis 16.06.2013 das Schloss Wolfsburg zum Treffpunkt für nationale und internationale Größen des Jazz.

„Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Von ihm kann man alles erwarten“, schrieb die FAZ nach dem umjubelten Auftritt des erst 26-jährigen polnischen Geigers Adam Bałdych beim Jazzfest Berlin 2011. Auf „Imaginary Room“, seinem ersten Album für das Label ACT, erlebt man einen Jazzgeiger, wie man ihn noch nie gehört hat: Hier klagt und schluchzt nichts, eher erinnern Bałdychs technisch atemberaubende Linien an die eines Bläsers, und mehrstimmige Passagen an das Akkordspiel eines Pianisten, immer unterlegt von einem leicht rauhen, bluesigen Unterton. Auf „Imaginary Room“ vergisst man jedes Geigen-Stereotyp und bekommt eine Ahnung davon, warum Bałdych den Spitznahmen „evil“ trägt – wegen seiner „teuflischen“ Virtuosität, Expressivität und Variabilität. Mit der Live-Premiere von „Imaginary Room“ beeindruckte Adam Bałdych zuletzt auf der Hauptbühne des diesjährigen JazzBaltica Festivals. Mit seiner „Baltic Gang“, einer All-Star Besetzung mit vielen der besten Jazzmusiker aus dem Ostseeraum, brachte er Publikum wie Kritik gleichermaßen mit umwerfender Virtuosität, Improvisation und Interaktion zum Staunen. Kurz danach sorgte er mit einem gefeierten Duo zusammen mit Pianist Iiro Rantala auf dem Montreux Jazz Festival für Furore und macht klar: Europa hat einen neuen Jazz Star!

Das trifft sicher auch auf Gábor Bolla zu. Die FAZ nennt ihn einen „Improvisator von überwältigender Eigenständigkeit“, er spiele „schneller als Coltrane“. Dennoch hat der 1988 geborene ungarische Saxofonist noch nie eine Musikhochschule von innen gesehen, erlangte seine unglaublichen Fähigkeiten am Tenorsaxofon rein autodidaktisch. „Wir Gypsys spielen alles ein bisschen anders. Wie der Jazz basiert sehr viel auf Improvisation, wenn auch auf einer etwas anderen Art.“ sagt Bolla. Nach nur sechs Monaten Üben auf dem Tenorhorn wurde er für das Getxo Jazz Festival im spanischen Bilbao ausgewählt. Mit 15 folgte die Nominierung für das Halbfinale des prestigeträchtigen Saxophon-Wettbewerbs beim Montreux Jazz Festival. Danach öffneten sich viele Türen. Er wurde als Gastsolist für das weltberühmte Vienna Art Orchestra eingeladen und spielte mit US-Stars wie Johnny Griffin, David Murray, Kirk Lightsey sowie Gregory Hutchinson. 2004 gewann Bolla den Hans Koller Preis, eine Art österreichischen Grammy, als „Talent des Jahres“. Und wieder ein Jahr später erhielt er mit seinem Quartett beim Festival in Avignon den Hauptpreis der Jury wie des Publikums. Für sein ACT-Debüt „Find Your Way“ schöpft er einerseits aus der Tradition des amerikanischen Jazz, aber zugleich auch aus den Wurzeln seiner ungarischen Heimat: „Meine Basis ist, die Sprache des Jazz zu sprechen. Aber ich versuche, immer unsere eigene, einzigartige Musik einzubringen.“ – Django Reinhardt, Bartók, Monk, Rollins und Coltrane, Modern Jazz Quartet oder Stevie Wonder, was auch immer Vorlage oder Inspiration für den jungen Ungarn ist, auf der Suche nach neuen Klängen und einer eigenen musikalischen Identität befindet sich Gábor Bolla mit „Find Your Way“ auf der richtigen Spur.

Vorverkauf: Der Vorverkauf läuft ab sofort in der Kulturinfo, Alvar-Aalto-Kulturhaus.

Karten sind dort zum Preis von 10 € (Stehplatz) bzw. 15 € (Sitzplatz) erhältlich.

Das Schloss Wolfsburg ist ein ZeitOrt der Epoche Barock & Aufklärung – weitere Informationen zu diesem ZeitOrt finden Sie hier!

%d Bloggern gefällt das: