Veranstaltung: „Sportverräter“ – Spitzenathleten auf der Flucht am 16.4.2015 in Helmstedt

Ehemalige Grenzanlage in Hötensleben, Foto: Verein Grenzenlos

Ehemalige Grenzanlage in Hötensleben, Foto: Verein Grenzenlos

Eberhard Gienger blieb nicht länger als eine Schrecksekunde, um sich zu entscheiden. Der Turn-Weltmeister stand in einem Waschraum in Bern, draußen lief die Europameisterschaft, und hier drinnen sprach ihn sein ostdeutscher Sportkollege Wolfgang Thüne unvermittelt an:
Kannst du mir zur Flucht verhelfen?
Mehr als 600 ostdeutsche Spitzensportler kehrten in 40 Jahren der DDR den Rücken, um ihr Heil im Westen zu suchen – Schwimmer Axel Mitbauer kraulte dafür sogar durch die Ostsee.

Die „Republikflüchtigen“ galten im SED-Jargon als Verräter, die aus ideologischer Verblendung oder Geldgier ihre sozialistische Heimat im Stich ließen. Bis heute sind noch viele Fluchtgeschichten nicht genau bekannt, vor allem die lange geheim gehaltene Fluchthilfe durch westdeutsche Athleten wird jetzt erst erforscht.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung laden in Kooperation mit dem Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn e.V. herzlich zum Vortrag mit anschließender Diskussion ein:

Donnerstag, 16. April 2015
18:00 Uhr
Rathaus, Helmstedt

Weitere Informationen unter www.freiheit.org

Der Mitveranstalter „Verein Grenzenlos“ ist Partner im Netzwerk der ZeitOrte.

 

%d Bloggern gefällt das: